Wort des Monats

 

Lieber Leser,




Inspirierende Gedanken beim lesen wünscht Ihnen


Franz Uwe Hermanns   

 
 

Die Jahreslosung beschreibt eine Szene aus der Bibel, in der ein Vater mit seinem kranken Jungen zu den Jüngern von Jesus kommt und sie um Heilung bittet. Aber die Jünger konnten dem Jungen nicht helfen. Später kam Jesus auch dazu und wurde vom Vater direkt angefleht: „Hab Erbarmen mit uns und hilf uns. Tu etwas, wenn du kannst.“ „Was soll das heißen, wenn ich kann?“ fragte Jesus. „Alles ist möglich für den, der glaubt.“ Sicherheit und Vertrauen haben, hört sich allerdings anders an als „Falls Du kannst.“ Da die Jünger nicht helfen konnten, wird Jesu Können nun auch angezweifelt. Ist auch er in dieser Situation überfordert?

Wir bekommen schnell Zweifel. Schneller als uns lieb ist fangen wir an Gottes Macht in Frage zu stellen. Was kann Gott und wann benutzt er seine Macht? Was muss geschehen, damit er eingreift? Braucht er unser Vertrauen? „Alles ist möglich dem, der glaubt.“

Mit diesem Satz sagt uns Jesus, dass das Unvermögen nicht bei Ihm liegt, sondern bei uns. Der Mangel an Vertrauen zu Gott hemmt sein Wirken. Wir vertrauen im Leben sonst so vielen Menschen. Unserem Arzt, wenn wir Schmerzen haben, dem Piloten, wenn wir eine Reise mit dem Flugzeug antreten...  Dem Vater wird das klar und er will glauben! „...Hilf meinem Unglauben!“ Er bittet Jesus um Barmherzigkeit, dass er nicht auf sein Nicht-Vertrauen sieht, sondern seinem Jungen hilft, auch wenn er im Glauben und in seinem Vertrauen Schwäche zeigt. Das Unfassbare geschieht und Jesus heilt den Jungen. Das Markusevangelium zeigt an dieser Stelle, dass Zweifler Gott nicht gleichgültig sind. Er weiß von unserer Schwäche. Zweifeln ist nicht schlimm, auch wenn Er sich wünscht, dass wir nicht an Ihm zweifeln.

Auch Paulus war sich seiner Schwäche bewusst. Aber gerade in dieser Schwäche wirkt Gott in uns.  In 2. Korinther 12, 9 schreibt Paulus wie Gott ihn immer wieder ermutigt: „Meine Gnade ist alles, was du brauchst. Meine Kraft zeigt sich in deiner Schwäche.“ Und Paulus erkennt: „Und nun bin ich zufrieden mit meiner Schwäche, damit die Kraft von Christus durch mich wirken kann.“ Gott verwandelt Schwächen in Stärken!

Wir dürfen mit unseren Schwächen zu Ihm kommen. Er wird uns nicht abweisen, sondern Er will uns zeigen, dass Er uns trotzdem liebt und hilft!

Ich wünsche ihnen, dass sie das für sich persönlich annehmen und in diesem Jahr Gott noch mehr Vertrauen schenken können und lade sie herzlich in unseren Gottesdienst ein.

Franz Uwe Hermanns

„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“

Markus 9, 24